Medaillentraum geplatzt - Vier Wochen Pause fuer Roy
Aus der Traum! Für Roy Makaay und die niederländische Olympiamannschaft war im Viertelfinale des Olympischen Fußballturniers Endstation. Ohne ihren verletzten Kapitän unterlag die „Elftal“ gegen Titelverteidiger Argentinien trotz couragierter Leistung erst nach Verlängerung mit 1:2 und verpasste damit die anvisierte Medaille.
Schwerer als das Ausscheiden gegen die Südamerikaner, die durch die Treffer von Lionel Messi (14. Minute) und Angel di Maria (105.) beim Gegentor durch Otman Bakkal (36.) ins Halbfinale einzogen, wog aber der Ausfall von Makaay. Die Verletzung des 33-Jährigen aus dem Auftaktspiel gegen Nigeria stellte sich nach eingehenden Untersuchungen als schwerwiegender heraus als zunächst befürchtet.
Der Torjäger von Feyenoord Rotterdam zog sich einen Bruch des Fußwurzelknochens zu und fällt voraussichtlich vier Wochen aus. Damit fehlt Makaay Feyenoord sowohl beim niederländischen Supercup am kommenden Wochenende gegen Meister PSV Eindhoven als auch beim Saisonstart am 31. August bei Heracles Almelo.
„Roy ist mit der größtmöglichen Sorgfalt von vier Radiologe und zwei Orthopäden untersucht worden“, sagte Nationaltrainer Foppe de Haan. Trotzdem sei die Schwere der Verletzung erst am Freitag nach wiederholter Computer- und Kernspintomographie festgestellt worden. „Auf den ersten Aufnahmen war nichts zu erkennen“, erklärte de Haan.
„Ich kann alles machen: Laufen, sprinten, springen – nur nicht mit dem Spann schießen“, meinte Roy vor dem Viertelfinale gegen Argentinien. Dass er trotz der Verletzung noch gegen in den Gruppenspielen gegen die USA und Japan zum Einsatz kam habe die Sache „nicht verschlimmert“, versicherte Makaay, der am Sonntag nach Holland zurückkehren wird.
Damit setzt sich für Roy die schwarze Serie bei großen Turnieren fort. Bereits bei der Euro 2000 in Belgien und den Niederlanden war Makaay während des Turniers verletzt ausgefallen. Bei der Euro 2004 in Portugal wurde er nur sporadisch eingesetzt und für die WM 2006 gar nicht erst berücksichtigt. Olympia war die wohl letzte Chance für den Angreifer, einen großen Erfolg mit der Nationalmannschaft zu feiern.


