Makaay beendet seine Karriere

Schluss, aus, vorbei! Nach 17 Jahren als Profi wird Roy Makaay zum Ende der laufenden Saison seine aktive Karriere beenden. Das teilte der 35 Jahre alte Angreifer am Montag auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz in Rotterdam mit. „Mein Gefühl hat mir gesagt, dass es das Beste ist, jetzt aufzuhören“, sagte Makaay, der nun die Trainerlaufbahn einschlagen möchte.
„Wir verlieren mit Roy nicht nur einen Spieler von Feyenoord, sondern auch einen Fußballer, der sich in 17 Profijahren zu einem europäischen Top-Fußballer entwickelt hat“, bedauerte Rotterdams Technischer Direktor Leo Beenhakker das Karriere-Ende des „Phantoms“, der in seiner erfolgreichen Laufbahn 315 Plichtspieltore erzielte.
Seine Karriere startete Roy 1993 bei Vitesse Arnheim. Über CD Teneriffa (1997 bis 1999) und Deportivo La Coruna (1999 bis 2003) kam er zum FC Bayern München und erzielte für den deutschen Rekordmeister in 129 Bundesligaspielen 78 Tore. Zudem hält er noch immer den Rekord für das schnellste Champions-League-Tor. 2007 traf er für die Bayern gegen Real Madrid bereits nach elf Sekunden.
2007 wechselte er zu Feyenoord, wo er in seinem letzten Spiel am 6. Mai noch einmal eine Trophäe gewinnen kann. Mit Feyenoord muss der Stürmer dann im zweiten Finale um den niederländischen Pokal aber einen 0:2-Rückstand gegen Ajax Amsterdam wettmachen. „Es wird nicht einfach, aber natürlich wäre es toll, wenn ich meine Karriere mit einem Pokalsieg beenden könnte“, sagte Makaay.
Für die Niederlande trug Roy 43 Mal das Oranje-Trikot und erzielte dabei sechs Tore. Zuletzt war er für sein Land bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking am Ball. Neben zwei Deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen (2005 und 2006) gewann Makaay auch ein Mal die spanische Meisterschaft (2000) und den spanischen Pokal (2002) sowie ein Mal den niederländischen Pokal (2008). 2002/03 gewann er als bester europäischer Torjäger den „Goldenen Schuh“.
Nun wird der zweifache Familienvater zunächst seinen Trainerschein machen. Erste Erfahrungen als Coach soll Makaay dann in der Jugendabteilung von Feyenoord sammeln. „Wir sind sehr froh, dass wir einen so erfahrenen Mann für unseren Club gewinnen konnten“, sagte Beenhakker. Am Sonntag nach dem letzten Punktspiel gegen den SC Heerenveen wird Makaay offiziell verabschiedet.


